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Ausbildungsvoraussetzungen und Ablauf

Details

Zu allererst ist vor Beginn der Ausbildung allerhand Papierkram zu bewältigen. Es ist wichtig, sich im Vorfeld über alles mögliche und unmögliche zu Informieren, um nicht nachher vor lauter Aufregung etwas zu vergessen.

Zuerst einmal ein paar wichtige Formulare, die zu Beginn der Ausbildung ausgefüllt werden müssen bzw. was alles für die Ausbildung benötigt wird:

Anmeldung von Flugschülern

Antrag auf Ausstellung eines Tauglichkeitszeugnisses (Fliegerazt)

Augenärztlicher Untersuchungsbericht

Antrag auf Durchführung einer Zuverlässigkeitsprüfung für Luftfahrer / Flugschüler

Erklärung über schwebene Strafverfahren

Antrag auf Auskunft aus dem Verkehrszentralregister

Erlaubnis und Berechtigung für Luftfahrtpersonal

Ferner müssen noch:

  • ein polizeiliches Führungszeugnis "O" bei der Gemeinde/EMA/Bürgerbüro beantragt werden. Dieses ist an die zuständige Bezirksregierung zu senden. Für Düsseldorf ist dies z.B. die Bezirksregierung Düsseldorf Abt. Luftfahrt
  • Nachweis über Sofortmaßnahmen am Unfallort
  • mind. 3 Passbilder
  • vorsorglich mehrere Kopien des Personalausweises

beigereicht bzw. beantragt werden.

Die Ausbildung kann im Alter von 16 Jahren begonnen werden. Die Lizenz kann ab Alter 17 Jahre erteilt werden. Wer noch nicht Volljährig ist, benötigt bei der Anmeldung und zu Ausbildungsbeginn die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters (in der Regel der Eltern).

Zur praktischen Ausbildung gehören mindestens 45 Flugstunden (gesetzlich vorgeschrieben). Davon können 5 Flugstunden im Flugsimulator durchgeführt werden. Der Bewerber muss mindestens 25 Stunden mit einem Fluglehrer und mindestens zehn Stunden im Alleinflug unter Aufsicht auf Flugzeugen mit einem von einem JAA-Mitgliedstaat erteilten oder akzeptierten Lufttüchtigkeitszeugnis nachweisen, darin müssen mindestens fünf Stunden im Allein-Überlandflug mit mindestens einem Flug über eine Strecke von über 200 km enthalten sein.

Die theoretische Ausbildung umfasst 7 Fächer die da wären:

  • Luftrecht
  • Allgemeine Luftfahrzeugkunde (Technik)
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Meteorologie
  • Navigation
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Aerodynamik

Zur Ausbildung gehört der Erwerb des beschränkt gültigen Sprechfunkzeugnisses (BZF I), das zum Ausüben des Sprechfunks in deutscher oder englischer Sprache berechtigt.

Ein Prüfungsfach gilt als bestanden, wenn der Bewerber in diesem Fach mindestens 75% der möglichen Punktzahl erreicht hat. Die Theoretische Prüfung muß nicht komplett in einem bzw. an einem Tag mit allen Fächern abgelegt werden. Sofern es in einem Fach noch hakt, lässt man es aus und führt die Prüfung an einem anderen Tag fort. Man beachte aber: Sollte die Prüfung in zwei Abschnitten erfolgen muß auch zweimal eine Prüfungsgebühr entrichtet werden.
Die Theorie gilt als bestanden, wenn der Prüfling alle Fächer innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten erfolgreich bestanden hat. Eine bestandene theoretische Prüfung wird für einen Zeitraum von 24 Monaten ab dem Datum des Bestehens für den Erwerb einer PPL-A-Lizenz anerkannt.

Die Prüfungsfragen bestehen zu einem überwiegenden Teil aus Auswahlfragen (Multiple Choice). Sie werden i.d.R. einem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (jetzt Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) herausgegebenen PPL-Fragenkatalog entnommen, der für die PPL-A-Prüfung derzeit 2406 Fragen umfasst. Obwohl "nur" die richtige Auswahlantwort als eine von 4 möglichen Antworten angekreuzt werden muss, erfordert das Bestehen der Prüfung eine sorgfältige Vorbereitung und ein systematisches Erlernen des Prüfungsstoffes.

Bei der Anmeldung zur praktischen Prüfung muss nachgewiesen werden, dass der Prüfling die erforderliche Reife zum Führen eines Flugzeugs im Rahmen der Ausbildung erlangt hat. Die praktische Prüfung für die  PPL-A-Lizenz wird auf dem in der Ausbildung verwendeten Flugzeugmuster bzw. auf der in der Ausbildung verwendeten Flugzeugklasse abgelegt.
Die Prüfung besteht in der Regel aus 5 Abschnitten, die einzeln bestanden werden müssen. Falls eine Übung nicht bestanden wurde, gilt der Abschnitt insgesamt als nicht bestanden. Wenn nur einer der 5 Abschnitte nicht bestanden wurde, kann dieser Abschnitt wiederholt werden. Falls mehr als ein Abschnitt nicht bestanden wurde, muss die gesamte praktische Prüfung wiederholt werden.
Die neu angesetzte praktische Prüfung mit allen 5 Abschnitten muss innerhalb von 6 Monaten abgelegt werden.

Die praktische Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden.

Die Kosten zur Anmeldung betragen derzeit folgende: (Stand: Juni 2009)
- Antrag und Zulassung als Flugschüler: 100 EUR
- Zulassung und Theoretische Prüfung: 100 EUR
- Zulassung und Praktische Prüfung: 50 EUR
- Scheinausstellung: ca. 50 EUR

zusätzlich kommen noch die Gebühren für die Auskünfte hinsichtlich:
- Kraftfahrt-Bundesamt
- Führungszeugnis
- Zuverlässigkeitsprüfung (ob man kein Terrorist ist)

   
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