Startseite  

   
   

Wer ist online  

Aktuell sind 10 Gäste und keine Mitglieder online

   

QR Code

   

PPL-A - Kai lernt Fliegen - der Blog

07.04.2011 - 45. Flugstunde „Soloturbulent“

Details

Ein neues Wort für den heutigen Tag.

Natürlich musste ich heute genau den einen Tag in dieser Woche und den kommenden Tagen erwischen, an dem ein kurzes Tief durch den Westen zog. Aber zurück zum Anfang:

Ich habe heute extra früher Feierabend gemacht und bin mit einem Flugauftrag zum Platz gefahren.
Mein Fluglehrer ist beruflich unterwegs, so dass ich mir von ihm vorher einen Auftrag besorgt habe.
Die voraussichtliche Strecke: EDLE - EDLF- EDLX - EDLM - EDLE

Essen/Mülheim nach Grefrath (Graspiste), dann weiter über Wesel nach Marl und von dort zurück nach Essen/Mülheim. Zwischenlandungen sollen in Grefrath und Marl durchgeführt werden.

Da es langsam anfängt, sich zuzuziehen, habe ich meine Flugzeit um gut 1 ½ Std. nach vorne verlegt und beginne mit meinem Vorflugcheck.
Der Wind frischt merklich auf. Ich rolle zum Rollhalt der Piste 25 und bekomme meine „Startfreigabe“.
Mit einer Steigrate von >1000ft/min geht es hoch auf Platzrundenhöhe und nach Norden zu den Duisburger Hafenanlagen.
Hier oben präsentiert sich dann das, was ich am Boden schon erahnt habe. Richtung Süd/West ist das Wetter noch nahezu OK. Der Blick nach Norden zeigt das Tief in seiner vollen Pracht.
Die geschlossene Wolkendecke hängt bei ca. 3000ft und wälzt sich langsam, aber sicher gen Süden. Auf dem Weg nach Grefrath beschließe ich doch umzukehren, da ich noch nach „Hause“ und nicht von Regenwolken eingeschlossen werden möchte.
Ich mache also auf halbem Wege um 180 Grad kehrt und versuche, ab hier meine restliche Strecke abzufliegen. Entlang der Lippe steuere ich auf Dorsten zu. Aber auch hier ist der Weg nach Marl nicht flugsicher genug.

Das hat keinen Sinn mehr und ich drehe ab, überfliege Dinslaken und navigiere auf Oberhausen zu. Kurz vor Oberhausen höre ich auf dem Funk, dass der Wind aus 290 Grad mit 19 Knoten weht. Na, das kann ja heiter werden, denke ich mir.
Auf 12 Uhr Position sehe ich einen Hubschrauber auf mich zufliegen. Wie ich es gelernt habe, weiche ich nach rechts aus und schalte zusätzlich noch mein Landelicht an, damit ich gesehen werde. Der Hubschrauber hat mich ebenfalls gesehen, dreht nach rechts und schaltet kurz den Scheinwerfer an. Weiter geht es in die Platzrunde und ich melde meine Positionen. Im Endanflug kommt die Meldung: „Wind auf der Bahn mit 16, aber böig.“ Ich bestätige mit zweimaligem Betätigen der Funksprechtaste und sinke der Schwelle zur Piste 25 entgegen.
Der Wind scheint gedreht zu haben, da ich einen Vorhaltewinkel nach rechts fliegen muss. Auf der Centerline kurz vor dem Touchdown drehe ich die Maschine wieder gerade. Leider etwas zuviel, so dass mich der Wind im Geradeausflug ein wenig nach links versetzt. Ich halte mit dem rechten Seitenruder dagegen und setze trotz der Böen sanft auf.
Nach der Landung informiere ich meinen Fluglehrer - er bestätigt mein Handeln, den Flug nicht weiter fortzusetzen. Jetzt heißt es sich nicht ärgern, weil man in den kommenden Tagen nicht fliegt, obwohl das Wetter wieder sehr schön werden soll.

Die Blockzeit betrug 42 Minuten und die reine Flugzeit 29 Minuten.

   
© Kai-Lernt-Fliegen.de